Prüft Syntax, MX-Einträge und das Postfach selbst per SMTP. Es wird keine E-Mail gesendet.
Um zu prüfen, ob eine E-Mail-Adresse existiert, geht ein Prüfer dieselben Schritte durch wie ein sendender Mailserver und hört genau vor der Übergabe der Nachricht auf. Der Checker oben führt diese Schritte aus. Wenn Sie eine einzelne Adresse mit ausführlicher Erklärung jedes Ergebnisses prüfen möchten, nutzen Sie die Seite E-Mail-Adresse prüfen.
Schritt für Schritt prüfen, ob eine E-Mail-Adresse existiert und gültig ist
Schritt 1: Syntax
Die Adresse muss den Formatregeln folgen: ein @, ein lokaler Teil mit bis zu 64 Zeichen, eine gültige Domain. Der E-Mail-Syntax-Checker prüft diese Regeln.
Schritt 2: Die Domain und ihre Mailserver
Eine DNS-Abfrage nach den MX-Einträgen der Domain liefert die Server, die ihre E-Mails empfangen. Kein MX-Eintrag (und kein A-Eintrag) bedeutet, dass dort niemand E-Mails empfangen kann. Testen Sie es mit dem MX-Lookup.
Schritt 3: Der SMTP-Handshake
Der Prüfer verbindet sich auf Port 25 mit dem Mailserver mit der höchsten Priorität und beginnt eine normale Zustellung, hört aber vor der Nachricht auf:
S: 220 mx.example.com ESMTP
C: EHLO verifier.example
S: 250 mx.example.com
C: MAIL FROM:<check@verifier.example>
S: 250 OK
C: RCPT TO:<anna@example.com>
S: 250 OK ← Postfach existiert
(oder: 550 5.1.1 User unknown ← es existiert nicht)
C: QUIT
Es wird kein DATA-Befehl gesendet, also wird auch keine E-Mail zugestellt. Die Antwort ist im SMTP-Standard festgelegt: Kennt der Server das Postfach nicht, antwortet er auf RCPT mit 550 (RFC 5321, Abschnitt 3.3). Das Protokoll kennt zwar auch den Befehl VRFY, mit dem man direkt nach einer Adresse fragen kann, dieselbe RFC erlaubt Servern aber, ihn aus Sicherheitsgründen abzuschalten (Abschnitt 3.5.2). Deshalb arbeiten Prüfer mit RCPT TO.
Schritt 4: Catch-all erkennen
Manche Server antworten auf jeden Empfänger mit 250 OK. Um sie zu erkennen, fragt der Prüfer zusätzlich nach einer zufälligen Adresse wie x7q2k9z@example.com. Wird auch sie angenommen, ist die Domain Catch-all: Die Annahme sagt nichts über die echte Adresse. In der E-Mail-Validierungs-API von emailvalidation.io läuft dieser Test auf Wunsch (catch_all=1, ab dem Tarif Small); der kostenlose Checker auf dieser Seite führt ihn nicht aus. Bei Domains, die wir bereits als Catch-all kennen, entfällt die Postfachprüfung; solche Adressen kommen als deliverable mit dem Grund low_deliverability zurück, der kostenlose Checker zeigt sie als „Catch-all“ an. Mehr dazu unter Catch-all-E-Mail-Adressen.
Was das Ergebnis bedeutet
| Ergebnis | Antwort des Mailservers | Was Sie tun |
|---|---|---|
| Gültig | Er nimmt dieses Postfach an | Senden |
| Catch-all | Er nimmt jede Adresse der Domain an, das Postfach lässt sich also nicht bestätigen | Vorsichtig senden |
| Riskant | Das Postfach existiert, ist aber voll | Später erneut prüfen |
| Nicht anschreiben | Die Adresse gehört zu einem Dienst für Wegwerf-Adressen | Nicht senden oder nach einer anderen Adresse fragen |
| Ungültig | Postfach oder Domain existiert nicht, oder die Adresse ist fehlerhaft | Nicht senden: Die E-Mail käme als Hard-Bounce zurück |
| Unbekannt | Keine klare Antwort (Zeitüberschreitung, Greylisting, Server nicht erreichbar) | Später erneut prüfen |
„Gültig“ beschreibt, was der Server im Moment der Prüfung geantwortet hat. Ein Server kann einen Empfänger im SMTP-Gespräch annehmen und die Nachricht später trotzdem zurückschicken. Das kann keine Prüfung ohne Versand vorhersehen.
Gmail-Adressen prüfen
Gmail lehnt unbekannte Empfänger mit eindeutigen Codes ab. Googles Liste der Gmail-SMTP-Fehler (geprüft am 9. Oktober 2026) nennt unter anderem:
| Antwort | Bedeutung laut Google |
|---|---|
550 5.1.1 | Das E-Mail-Konto existiert nicht |
550 5.2.1 | Das E-Mail-Konto ist inaktiv |
452 4.2.2 | Der Speicherplatz im Postfach des Empfängers ist voll |
Was die Prüfung bei Gmail nicht verrät:
- Punkte spielen keine Rolle. Bei privaten Gmail-Konten landen
max.muster@gmail.comundmaxmuster@gmail.comim selben Postfach (Gmail-Hilfe). Beide Schreibweisen gelten als zustellbar; dass zwei Zeilen Ihrer Liste dieselbe Person sind, sieht die Prüfung nicht. Bei Gmail-Konten von Arbeitgebern oder Schulen ändern Punkte die Adresse dagegen. - Plus-Adressen. Laut Google können Sie ein Pluszeichen und ein beliebiges Wort vor das @ setzen, um Adressen für bestimmte Zwecke zu bilden, etwa
max+newsletter@example.com(Google Workspace Learning Center). Die API gibt den Teil nach dem Plus im Feldtagzurück. - Volle Postfächer. Ist das Postfach voll, antwortet Gmail vorübergehend mit
452 4.2.2. Die Adresse existiert, E-Mails kommen aber erst an, wenn wieder Platz ist.
Yahoo-Adressen prüfen
Yahoo zeigt auf seiner Seite zu SMTP-Fehlercodes (Englisch, geprüft am 9. Oktober 2026) die Rückmeldung für ein Konto, das es nicht gibt: 554 delivery error: dd This user doesn't have a yahoo.com account. Yahoo rät, nicht erneut zu senden, weil die Zustellung nie gelingen wird, und die Adresse von der Liste zu entfernen.
Nicht dokumentiert ist, an welcher Stelle des SMTP-Gesprächs diese Antwort kommt. Lesen Sie ein Ergebnis für eine Yahoo-Adresse deshalb wie jedes andere: Es zeigt, was der Server auf RCPT TO geantwortet hat. Wird die Adresse an dieser Stelle angenommen und die Nachricht erst danach zurückgewiesen, kann eine Prüfung das nicht erkennen.
Außerdem warnt Yahoo vor „excessive unknown recipients“: Ein Server, der an sehr viele ungültige Empfänger sendet, gilt bei Yahoo als mögliches offenes Relay oder offener Proxy, und von solchen Servern nimmt Yahoo keine E-Mails an.
Outlook.com- und Microsoft-365-Adressen prüfen
Microsoft betreibt zwei sehr unterschiedliche Mailsysteme:
- Outlook.com (private Konten wie outlook.com und hotmail.com): Laut den Postmaster-Richtlinien von Microsoft (Englisch, geprüft am 9. Oktober 2026) darf ein Absender nach einer dauerhaften
5xx-Antwort die Nachricht nicht erneut senden, und nach mehreren Unzustellbarkeitsmeldungen muss er den Versand an diesen Empfänger einstellen. - Microsoft 365 (Firmendomains in Exchange Online): Mit dem Directory-Based Edge Blocking (DBEB) weist Exchange Online Nachrichten an ungültige Empfänger schon am Netzwerkrand ab, mit
550 5.4.1 Recipient address rejected: Access denied. Laut Microsoft Learn (geprüft am 9. Oktober 2026) ist das automatisch aktiv, wenn alle Empfänger einer Domain in Exchange Online liegen. Administratoren schalten es ein, indem sie die Domain auf „Autoritativ“ stellen. Solange eine Domain noch auf „Internes Relay“ steht, etwa während einer Migration, werden unbekannte Adressen so nicht abgewiesen, und eine Prüfung kann echte nicht von erfundenen Postfächern unterscheiden.
Ist die Adresse echt? Verdächtige Absender prüfen
Ob eine Adresse existiert und ob man einer E-Mail von ihr trauen kann, sind zwei verschiedene Fragen. Betrüger schreiben auch von echten, funktionierenden Gmail-Konten, und gefälschte Absender verwenden fremde, echte Adressen. So prüfen Sie eine verdächtige Absenderadresse:
- Lesen Sie die Domain Buchstabe für Buchstabe. Achten Sie auf ähnliche Schreibweisen: eine
1statt einesl,rnstattmoder ein angehängtes Wort wie-support. - Achten Sie auf Freemail-Adressen, die sich als Firma ausgeben. Unternehmen schreiben in der Regel von ihrer eigenen Domain, nicht von einem kostenlosen Postfach.
- Prüfen Sie, ob es eine Wegwerf-Adresse ist, mit dem Wegwerf-E-Mail-Checker.
- Sehen Sie sich die Authentifizierung an. Der DMARC-Checker zeigt, ob sich die Absenderdomain gegen Fälschungen schützt. Der Betrugs-E-Mail-Checker (Englisch) fasst diese Signale für eine Absenderadresse zusammen.
Warum Sie das nicht selbst machen sollten
- Port 25 ist bei den großen Cloud-Anbietern standardmäßig gesperrt: AWS sperrt ihn für öffentliche Adressen, bis Sie die Freigabe beantragen, Google Cloud blockiert ausgehende Pakete an Port 25 externer Adressen, und Azure sperrt ihn für die meisten Abonnementtypen (alle geprüft am 9. Oktober 2026).
- Reputation: Mailserver bemerken wiederholte Anfragen von einer IP und blockieren sie oder setzen sie auf eine Blockliste. Yahoo wertet viele unbekannte Empfänger als Zeichen eines offenen Relays.
- Greylisting lehnt erste Versuche absichtlich ab; Sie brauchen Wiederholungen mit Pausen.
- Eigenheiten der Anbieter: Jeder große Anbieter verhält sich anders, wie die Abschnitte oben zeigen.
Ein Verifizierungsdienst übernimmt diese Prüfungen mit eigener Infrastruktur und liefert ein klares Ergebnis. Für mehr als eine Adresse:
- Einige Adressen ohne Konto: der kostenlose Bulk-E-Mail-Validator.
- Anmeldeformulare und CRM-Importe: die E-Mail-Validierungs-API mit 100 kostenlosen Prüfungen im Monat.
- Mehr zur E-Mail-Validierung auf unserer Startseite.